Dienstag, 11. März 2014

Dominik Eulberg Interview - "Friend Of All That Lives" - German Version



1.) Erstmal Danke, dass Du Dir Zeit nimmst, mit uns zu Plaudern. Sag uns, wo Du gerade bist und wie Du Dich fühlst?

Ich bin gerade in Salzburg und genieße die frische Frühlingsluft. Ich trinke einen Espresso und sitze am Laptop :)

2.) Erzähl uns etwas über das Release, was war die Haupt Inspiration hinter dem Projekt und was hat die musikalische Richtung hauptsächlich beeinflusst?

Gabriel und ich sind wie 2 Magnete. Entweder löschen wir uns gegenseitig aus und es kommt nur Grütze raus, oder richtig gepolt, entsteht eine Energie die mehr ergibt als die Summe der Einzelteile, 1+1=3. Um diese Synergie zu erzeugen, bedarf es einer gewissen Struktur. Mittlerweile haben wir eine Formel der Zusammenarbeit gefunden, in der jeder nur das macht was ihm Spass und Freude bereitet. So entsteht ein Prozess des Flusses, Panta Rhei. Zudem erweitert sich die Ausdehnung der musikalischen Dimension durch diese Synergie immens. Das weisse Blatte auf dem gemalt wird, wird größer; die Farben bunter. Scham, Angst und Hemmungen treten in den Hintergrund: "Alles kann, nichts muss!" ist nicht nur das Motto eines hiesigen Swingerclubs sondern auch die Essenz dieses Projektes...

3.) Während des Enstehungsprozesses der EP, gab es da auch lustige, denkwürdige, besonders inspirierende oder interessante Momente und Situationen?

Wenn Gabriel und ich Musik machen, geht es immer hoch her. Aber es darf ja auch noch Geheimnisse geben :)

4.) Welche Stücke haben die Clublandschaft Deiner Meinung nach geprägt?

Sehr schwierige Frage. Es gibt Musik mit so unendlich vielen Facetten. Aber immer waren es Stücke die eine klar verständliche Aussage und eine innovative Idee hatten und ganz „fest im Sattel saßen“, die ein Genre maßgeblich prägten. Ich denke da für mich persönlich gerade an Stücke wie „Strobe Light Network“ von Cold, „Beau Mot Plage“ von Isolée, „Analogue Bubblebath“ von Aphex Twin oder „Break Night“ von The Molepeople.

5.) Welche Künstler haben Deinen Sound beeinflusst, inwiefern?

Da ich im Westerwald aufgewachsen bin, welcher genau zwischen Köln und Frankfurt liegt, wurde ich zum einen durch die trancige und technoide Musik Frankfurts sozialisiert, durch Labels wie EyeQ und Harthouse, mit Künstlern wie Sven Väth und CJ Bolland, zum anderen aber auch durch die minimalistische Musik aus Köln, durch Labels wie Profan und Studio1, mit Künstlern wie Mike Ink. Zum anderen interessierte ich mich aber auch schon sehr früh für Ambient und Electronica mit Künstlern wie Aphex Twin und Labels wie Sähkö und Milles Plateaux.

6.) Hast Du einen Ratschlag Deine Fans, wie man in dem heutigen temporeichen Tagen zurecht kommt?

Handy aus und in die Natur gehen. Am Besten in ein kleines Dorf ohne Hektik und Parkplatz ziehen! Eigentlich ganz einfach also :)

7.) Gibt es die eine Maschine, Programm, Sound, Drum Machine oder Technik, die Deinen eigenen Klang charakterisiert? Welche ist das und wieso?

Das kann man so nicht sagen, da ich jedes mal bei Null anfange und immer versuche neue Wege zu gehen. Sonst kopiert man sich ganz schnell selbst. Ich arbeite mit Cubase, benutze viele UAD Plugins, da diese einfach am besten klingen. Ich liebe meinen Eventide H-8000FW. Man schickt irgendwas rein und ein breiter Hollywoodsound kommt raus. Ich benutze dieses abgefahrene Multieffektgerät auch gerne als Kreativtool, mache hiermit aus Beats Flächen und ähnliches. Da ich ein Hall-Fetischist bin benutzte ich sehr viel den Bricasti M7.

8.) Wer oder was inspiriert Dich im besonderen?

Klare Antwort: Die Natur. Sie ist der größte Künstler von allen, hat schon so viele tolle Sachen erfunden und kreiert, wie zum Beispiel uns Menschen :)

9.) Was passiert bei Dir demnächst, Releases, Live Gigs oder ähnliches?


Ich habe gerade mit meinen Freunden von Extrawelt eine erste gemeinsame EP fertig gemacht. Zurzeit bastele ich fleißig an meinem neuen Album…

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